Therapie von Periimplantitis - Implantate Heidelberg - Dr. Jörg Schmoll und Partner - Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Dr. Schmoll's Lexikon zur Implantologie

Therapie von Periimplantitis

Zahnimplantate haben im Allgemeinen eine sehr hohe Lebenserwartung.

In einigen Fällen allerdings kann eine „Periimplantitis“ auftreten, die unbehandelt zum Verlust des Implantates führen kann. Dies erfordert dann meistens einen Knochenaufbau (Augmentation) und eine erneute Implantation.

Immer mehr Krankheitserreger entwickeln Resistenzen gegen Antibiotika. Einige Bakterienarten können heute schon nicht mehr erfolgreich bekämpft werden, wie auch die gravierenden MRSA-Fälle in einigen Unikliniken belegen.

Die Deutsche Gesellschaft für Krankenhaushygiene schätzte bereits 2009 etwa jährlich 40.000 Todesfälle durch in deutschen Krankenhäusern zugezogene bakterielle Infektionen.

Auch in der Zahnmedizin sind bakterielle Infektionen ein Problem und die häufigste Ursache für Zahn- und Implantatverlust. Die Bekämpfung ist mit konventionellen Methoden eine große Herausforderung. Antibiotika sind oft das Mittel der Wahl und das, obwohl die Gefahr der Resistenzbildung besteht und potenzielle Nebenwirkungen nicht unerheblich sind. In den Zahnarztpraxen erhöht sich der Widerstand gegen die Behandlung mit Antibiotika - auch bei den Patienten. Behandelt werden muss - aber wie?

Eine Alternative: Das ADT-Verfahren

Eine zeitgemäße Alternative ist das ADT-Verfahren. Bei dieser Therapie handelt es sich um eine minimal-invasive, Gewebe schonende Art der Infektionsbeherrschung, die durch das Zusammenwirken eines lichtaktiven Farbstoffs und niedrigenergetischem Laserlicht einer bestimmten Wellenlänge und Energiedichte in der Lage ist, Bakterien zu zerstören.

Dies bestätigt Prof. Anton Sculean, der in seiner aktuellen Veröffentlichung „Anti-infective therapy of peri-implantitis with adjunctive local drug delivery or photodynamic therapy: six month outcomes of a prospective randomized clinical trial" (Journal of Clinical Oralimplants Research, Res. 0, 2012:1-7) zeigt, dass die ADT Therapie bei der Behandlung von periimplantären Erkrankungen vergleichbar gute Ergebnisse wie ein lokales Antibiotikum erreicht - jedoch ohne Nebenwirkungen und ohne die Gefahr der Resistenzbildung.

Auch chirurgische Eingriffe zur Desinfektion von Wurzel- oder Implantatoberflächen können vermieden werden. Sowohl Farbstoff als auch die superdünne Laserspitze können ohne Betäubungsspritze in die Zahnfleischtasche eingeführt werden – das Verfahren ist schmerzlos und sehr effektiv.

Zuletzt aktualisiert am 25.05.2016 von Prof. Dr. Jörg Schmoll.

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