Prophylaxe und Parodontose - Implantate Heidelberg - Dr. Jörg Schmoll und Partner - Zentrum für Zahn-, Mund- und Kieferheilkunde

Prophylaxe und Parodontose

Prophylaxe und Parodontose

Prophylaxe bedeutet Vorbeugung/Verhütung von Krankheiten. Sowohl Karies als auch Parodontose werden in erheblichem Maße durch Bakterien verursacht. Eine optimale Mundhygiene ist die Basis für gesunde Zähne und Zahnfleisch.

Da unsere Praxis großen Wert auf die Vermeidung von Karies und Parodontose legt, haben wir ein Vorbeugungsprogramm für Sie ausgearbeitet, das wir kurz vorstellen möchten.

Parodontitis

Die im Volksmund bekannte „Parodontose“, korrekt eigentlich Parodontitis, ist eine bakterielle Infektionskrankheit des Zahnhalteapparates (Parodont). Parodontitis entsteht als Folge von Zahnbelägen (Plaque) und Zahnstein, sowie Bakterien, die sich am Zahnfleischrand auf den Zähnen ablagern.

Als erstes Warnzeichen kommt es meist , aber nicht immer beim Zähneputzen vermehrt zu Zahnfleischbluten.

Zahnfleischbluten stellt immer die Vorstufe einer Parodontitis dar, muss aber, wenn rechtzeitig behandelt, nicht zwangsläufig zu dieser Erkrankung führen.

Daher sind regelmäßige professionelle Zahnreinigungen zur Vorbeugung der Parodontitis essentiell!

Ein frühzeitiges Erkennen und Einschreiten bei einer beginnenden Parodontitis sind ebenso wichtig wie eine strukturierte und auf den Patienten abgestimmte Therapie!

Zunächst erfolgt immer eine klassische Therapie, in der zunächst Zahn- und Wurzeloberflächen sowie Zahnfleisch- und Knochentaschen gründlich gereinigt werden, um die Bakterienzahl zu reduzieren.

Anschließend, nach einer 6-wöchigen „Regenerationszeit“, erfolgt eine erneute Kontrolle und Messung aller Zahnfleischtaschen. Sollten noch tiefe Taschen vorhanden sein, muss eine weitere, sogenannte Therapieergänzung erfolgen.

Für die Therapieergänzung werden zwei Varianten von uns angeboten:

  1. Mittels kleinem chirurgischen Eingriff werden nach einem kleinen Schnitt ins Zahnfleisch die Wurzeln der betroffenen Zähne unter Sicht gereinigt.
  2. Es erfolgt eine sog. antimikrobielle photodynamische Therapie mithilfe eines Diodenlasers bei der ein chirurgischer Eingriff vermieden werden kann.

Die antimikrobielle photodynamische Therapie ist eine schonende und schmerzfreie Behandlungsmethode ohne Nebenwirkungen. Besonders die Gabe von Antibiotika kann hiermit vermieden werden, da diese wegen der meist starken Nebenwirkungen kontraindiziert sind.

Zunächst werden Zahnfleisch- und Knochentaschen professionell gereinigt, um die weichen und harten Beläge zu entfernen und die Bakterienzahl zu reduzieren.

Im zweiten Schritt wird eine blaue Farblösung in die Zahnfleisch- und Knochentaschen appliziert. Diese Lösung ist ein sogenannter Photosensitizer, das heißt ein Farbstoff, der auf Laserlicht einer bestimmten Wellenlänge reagiert. Die Farbstoffmoleküle heften sich an die Bakterienmembran, sodass die Bakterien angefärbt werden.

Der Vorteil bei dieser Methode liegt in der Gewebegängigkeit der Farbstofflösung, die bis zu 4 cm in das Gewebe eindringen kann und somit auch Bakterien erreicht, die durch eine reine mechanische Bearbeitung der Wurzeloberfläche nicht erfasst werden können.

Schließlich erfolgt die Belichtung mit dem energiereichen Laserlicht. Durch dieses kommt es zur Bildung von aktivem Sauerstoff, der die Bakterienmembran schädigt und so die Bakterien zerstört.

Nach erfolgter Parodontitistherapie mit oder ohne Therapieergänzung ist eine engmaschige Nachsorge in Form von regelmäßigen professionellen Zahnreinigungen unabdingbar für den Erfolg der Therapie!

Bei weiteren Fragen rund um das Thema Parodontitis, zögern Sie nicht, uns jederzeit anzusprechen. Unser Parodontitis- und Laserspezialist Dr. Wiens wird Sie gerne ausführlich zu dem Thema beraten!

Speicheltest

Mit Hilfe dieses Tests wird Ihre Speichelzusammensetzung festgestellt Das Vorkommen bestimmter Bakterien lässt Rückschlüsse auf Ihre Karies- und Parodontoseanfälligkeit zu.

Durch eine auf Sie abgestimmte Behandlung kann dieses Risiko stark vermindert werden, ebenfalls durch eine entsprechende Ernährungsberatung.

DMD und Interleukintest

Erbliche Veranlagungen einer Erkrankung des Zahnhalteapparates (Parodontose) können durch einen Test bestimmt und im positiven Fall entsprechend gezielte Gegenmaßnahmen eingeleitet werden, um die Erkrankung zu verhindern.

Professionelle Zahnreinigung (PZR)

Mit einem "Sandstrahlgerät" erfolgt die gründliche Reinigung der Zähne insbesondere die Entfernung von hartnäckigen Kaffee-, Tee- und Raucherbelägen.

Lesen Sie hierzu auch: Ästhetik/Professionelle Zahnreinigung (PZR).

Basispaket Zahnpflege

In mehreren Sitzungen wird Ihnen die für Sie optimale Pflegetechnik und die Anwendung verschiedener Hilfsmittel ausführlich demonstriert und das Ergebnis ausgewertet. Es werden Plaquemessungen (unsichtbare Beläge) durchgeführt und analysiert.

Sollten Sie zu einzelnen Punkten der Prophylaxe noch Fragen haben, wenden Sie sich an Michaela Kinzinger, die eine entsprechende Spezialausbildung absolviert hat und Sie gerne berät.