Aktionsgemeinschaft Arzt- und Zahnarzthilfe Brasilien (AZB)
Die "Aktionsgemeinschaft Arzt-und Zahnarzthilfe Brasilien e.V." wurde im Oktober 1991 von den vier Zahnärzten Dr. Schoof, Dr. Wagner, Dr. Pfeffer und Dr. Schmoll in Baden-Baden gegründet. Die Zielsetzung des Vereins ist es, in unterentwickelten Gebieten Brasiliens umfassend medizinische und humanitäre Hilfe zu leisten.
Bisher konnten von mehreren hundert Kollegen über 500.000 Patienten behandelt werden!
Das erste Projekt entstand in dem Elendsviertel (Favela) Jardim Vitória in der Hauptstadt des Bundesstaates Mato Grosso, Cuiabá, im mittleren Westen Brasiliens. In einem Wohnwagen, der als zahnärztliches Ambulatorium fungierte, wurden auf einem Schulgelände vorwiegend Kinder behandelt. Da die Bedingungen schlecht und der Behandlungsbedarf sehr groß waren, entschloss sich der Verein 1993 einen eigenen kleinen Gesundheitsposten inmitten dieser Favela zu errichten. Mit Spendengeldern aus Deutschland wurde dieser Plan verwirklicht und im Laufe der Jahre wurden die Behandlungsräume im Erdgeschoss um Unterkünfte für die Zahnärzteteams im zweiten Stock erweitert.
Nach und nach wurden von diesem "Stammhaus" aus, das in der Regel das ganze Jahr über mit deutschen Kollegen und Kolleginnen besetzt war, weitere Projekte in Angriff genommen:
- Exkursionen in geländegängigen PKWs mit Unterstützung eines befreundeten Salesianerordens zu abgelegenen Indianerreservaten, wo in regelmäßigen Abständen Behandlungen durchgeführt wurden
- Mitarbeit in einem Urwaldkrankenhaus in Vila Bela nahe der bolivianischen Grenze
- seit Anfang 1999 Organisation und Durchführung von einwöchigen Reisen in Indianerschutzgebiete mit dem vereinseigenen Dentomobil.
Dabei handelt es sich um einen 5t LKW aus den Beständen der ehemaligen NVA der DDR, der durch aufwändige Technik extrem geländegängig und für solche Einsätze im brasilianischen Urwald geeignet ist. Dieses Fahrzeug wurde in Deutschland in eine "fahrbare Klinik" umgebaut und befindet sich seit Anfang 99 in ständiger Einsatzbereitschaft für Einsätze in schwer zugänglichen Regionen rund um Salvador/Bahia. Sowohl das brasilianische Fernsehen als auch das ZDF und RTL berichteten bereits darüber.